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Etappe 1 -> Irun nach Irgendwo


Hochmotiviert verließen wir das Hotel gegen 8.30 . Die grobe Richtung im Reiseführer kurz überflogen und los gings. FEHLER!!!!!!!!!!!! Wie wir gleich, bzw. ne ganze Weile später feststellen werden.

An dieser Stelle ein wichtiger TIPP! REISEFÜHRER AUFMERKSAM LESEN!!!!!

Den gelben Pfeilen folgend verließen wir Irun ständig bergauf in die Berge. Über Wälder und Wiesen laufend, freuten wir uns unseres Lebens. Trotz des stätigen bergaufs und auftretender Schweißperlen blieben wir weiter motiviert. An einem wunderschönen Bachverlauf gönnten wir uns nach fast 2 Stunden eine Pause und unser wohlverdientes zweites Frühstück.

Während wir hier an diesem schönen Ort so saßen, machte Santo seinen Tauchschein. Philipp überquerte den Bach und Santo folgte ihm voller übermutiger Freude auf die andere Seite. Er war so schnell unterwegs das er gar nicht checkte das die Wiese JETZT zu Ende ist und plumpste vom Bachufer. Höhe circa 1.50m… Ich saß auf der anderen Seite und mir stockte der Atem. Ich schrie zu Philipp: „Mach was! Los Mach was!“ Während ich mich kontrollieren musste vor Panik nicht durch zu drehen, war Santo schon Freischwimmer mäßig am Ufer angekommen und rannte direkt zurück zu Philipp. Hopste, bellte und freute sich seines Lebens. Ich drehte mir erst mal ne Zigarette. Puuuhh….
Irgendwann gings dann auch weiter und wir liefen und liefen und liefen und liefen. Ich wunderte mich darüber das wir das Meer noch nicht zu Gesicht bekamen. Ein Kilometerschild mit einer Ortschaft die mir gar nichts sagte verwirrte mich dann erst Recht. Ich spürte wir waren falsch. Aber ich hoffte noch ein bischen, und sagte erstmal nichts. Schließlich folgten wir ja den gelben Pfeilen und den Schildern auf denen Camino de Santiago steht. Irgendwann äußerte ich meine Zweifel und entschied mich mein Smartphone anzumachen um über GPS zu schauen wo wir waren. OH SCHRECK !!!!!!! Weit weit weg vom Camino del Norte. Ich wusste es! Das kam mir doch spanisch J vor. Wie sich später rausstellte war auch DAS klar ein Jakobssweg. Nur eben nicht der Norte. So wie das Sprichwort: Viele Wege führen nach Rom -> gilt das eben auch für SantiagoJ Und nun????

Wir schauten über GPS wie wir schnellstmöglich zurück auf den Norte kommen. Die Stadt die wir anpeilten war Lezo. Und so liefen wir mit einigen Umwegen circa 8 km in diese Richtung. Nebenbei erwähnt war es mittlerweile 17 Uhr und wir waren ziemlich im Eimer. Die Füsse qualmten,der Rücken schmerzte, wir hatten Hunger und der Dicke hatte auch keinen Bock mehr. Egal. Uns blieb nichts anderes übrig als zu laufen. In hervorragender Forest Gump Manier liefen wir eisern weiter. Wir erreichten Lezo und starteten das Suchen nach einem geeigneten Platz zum campen. Das gestaltete sich alles andere als einfach. So liefen wir Stadt auswärts in Richtung Wälder. In einer kleinen Siedlung trafen wir einen netten Spanier der uns einen Tipp gab. Ein letztes qualvolles bergauf brachten wir hinter uns und erreichten eine wunderschöne große Wiese.

Ratz fatz schlugen wir mit letzter Kraft unser Zelt auf. Phillipp kochte uns Reis mit Thunfisch und Tomatensauce was hervorragend schmeckte und schwupp diwupp lagen wir im Bett. Ich spähte nochmal kurz ins Handy um zu schauen wo genau wir jetzt sind. Denn während wir das Zelt aufbauten sahen wir auf dem Weg gegenüber einen Pilger laufen. Und was soll ich euch sagen, ES IST DER NORDWEG. Wir sind kurz vor Pasai und müssen nicht den ganzen Weg wieder zurück nach Lezo sondern laufen morgen einfach auf diesem Weg weiter.
Ende gut Alles gut….Trotz der Strapazen war es ein wundervoller Tag.

BUEN CAMINO 🐾💖👣💖

Kategorien:Jakobsweg, Küstenweg, Wandern mit HundSchlagwörter:, , , , , , , , , , , ,

5 Kommentare

  1. Jetzt muss ich euch einfach schreiben … vor ein paar Monaten, nachdem ich „Der große Trip – Wild“ und Hape Kerkelinnks Buch gelesen habe, hab ich auch an der Idee gesponnen sowas zu machen … nur ich und meine kleine rote Aussiehündin … und dann finde ich euren Blog … Liebe Grüße an euch und vor allen an Santos 🙂 Verirren gehört dazu, wie im Leben …

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  2. Hach, es ist wieder wunderbar Deine Berichte lesen zu dürfen und so an Eurer Reise teilnehmen zu können. Es ist immer so aufregend und ich freue mich wenn ich gelesen habe schon immer auf den nächsten Bericht. Bleibt schön gesund und passt auf Euch auf. Gaanz fest drüück und Knutsche Euer Tantchen Gabi 🙂

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  3. How many times I’ve started songs in the wrong key. “Did I do that?” Just one of the many ways to humble oneself. You know, that intro lick you practiced all week in G and then somehow start the run on the on the wrong fret. Yikes. His mercy endureth forever. And so does the mercy of my brothers and sisters who have to back me up when it happens. Hope you all had a great Thnkgsgivian. There is so much to be thankful for.Bret

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