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Etappe 10 von Larrabetzu nach Pobena


Nach einer wirklich angenehmen Nacht unter freien Himmel sind wir gegen 8Uhr aufgebrochen. Da in dem kleinen Örtchen noch nichts offen hatte, frühstückten wir im circa 4km entferntem Lezama. Santo bekam auf Grund des fehlenden Hundefutters ein schönes Eieromelette mit Kartoffeln. Gut gestärkt machten wir uns eine Stunde später auf den Weg in Richtung Bilbao. Unterwegs erfuhren wir das heute Feiertag ist. Pilgerpatron Santiago wurde am heutige Tage geehrt und das hieß auch -> alles war geschlossen. Was bedeutet = keine Möglichkeit Hundefutter zu kaufen. MIST !!! Nach 2km erreichten wir Zamudia. Laut des Reiseführers führte der Weg heute meistens durch die Industrie und durch die völlig überfüllte Innenstadt von Bilbao. In Zamudia fährt eine Art Sbahn. Trotz der Erzählungen das Hunde in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erlaubt seien, versuchten wir unser Glück. Wir sprachen ein älteres spanisches Pärchen an und sie erzählten uns das es kein Problem sei, solange der Hund einen Maulkorb trägt und den hatten wir ja dabei. Wir kauften zwei Tickets und entschieden bis Portugalete durch zu fahren. Wir mussten 2mal umsteigen und erreichten Portugalete nach circa 30 min. Gespart haben wir dadurch fast 27km und ungefähr 3 Liter Schweiß.😃👍
In Portugalete angekommen sprach uns ein äußerst netter älterer Mann auf dem Ubahnhof an und führte uns zurück auf den Camino. Die halbe Stadt kannte ihn und so fühlten wir uns gut aufgehoben an seiner Seite. Von Portugalete liefen wir 13 weitere Kilometer nach Pobena. Dieser kleine Ort lag an der Küste und so freuten wir uns sehr das Meer wieder begrüßen zu dürfen. Die Wege durch die Berge waren wunderschön, aber es war auch eine große Freude wieder das Meer zu spüren.


Unterwegs trafen wir ein paar Bekannte wieder. Ihre Gesichter verrieten, das sie sich sehr darüber wunderten, das wir sie eingeholt hatten und wollten natürlich wissen wie das denn sein kann. Klare Antwort: Sbahn
Als Unterkunft wählten wir eine kleine Zwergschule. Nein, dort lebten keine Zwerge, sie war einfach nur winzig klein und demnach schon völlig überfüllt. Hinter dem Haus war allerdings eine große Wiese und somit fand unser Zelt doch noch ein schönes Plätzchen.

Da Feiertag des Santiagos war, richteten die Hospitaljeros ein kostenloses Abendessen für uns her und so aßen wir zusammen mit fast 20 weiteren Pilgern zu Abend. Es gab typisch fürs Baskenland Pinchos. Das sind verschieden kleine Leckereien. Ähnlich wie Tapas. Zum Großteil sind es belegte Baguetteschnitten mit diversen Aufstrichen oder allerlei Wurstsorten. Es war eine tolle Atmosphäre und man konnte diesen tollen Zusammenhalt unter den Pilgern richtig spüren. Man sprach über die vergangene Etappe, die Wehwehchen die man so hatte und über das was man so macht wenn man nicht auf dem Camino ist. Diese Menschen wirken ehrlich und interessiert an einem. Es spielt keine Rolle woher man kommt, wie alt man ist oder oder oder. Man genießt das Zusammensein und den Moment den man gerade erlebt.

Bezüglich des Futters für Santo klapperte ich einige umliegende Restaurants ab um nach Fleisch zu fragen. Niemand hatte etwas übrig. Im letzten Restaurant jedoch lebten auch zwei Hunde und die Besitzerein schenkte mir eine große Tüte Trockenfutter und so wurde unsere Fellnase auch noch satt. Wobei er das eigentlich schon war. Denn während wir zu Abend aßen, fütterten ihn eine Horde Kinder mit Baguette und Käse und freuten sich über die paar Tricks die er so drauf hat.
Wir ließen den Abend bei einem spritzigen Glas Weißwein ausklingen und verschwanden viel zu spät im Bett.

BUEN CAMINO💖👣💖🐾

Kategorien:Allgemein, Jakobsweg, Küstenweg, Wandern mit HundSchlagwörter:, , , , , , , , , , , , , ,

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