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Etappe 11 von Pobena nach Isleares (km 200)


Heute morgen begrüßte uns eine dicke Wolkendecke. Auch der Duft in der Luft verriet den anschleichenden Regen. Zum Frühstück gab es einen warmen Kakao und einen mega lecker gefüllten Krapfen. Mittlerweile nieselte es und es sah nicht danach aus, dass es besser werden würde.
Wie jeden Tag begann der Weg steil. Über fiese Treppen ging es nach oben auf einen schönen Weg mit perfektem Panaromablick über die Küste.

Mit dieser tollen Aussicht trotz des Regens, verschwanden ratz fatz 3 Kilometer. Unterwegs machten wir eine neue Bekanntschaft. Miriam aus Rumänien, 20Jahre jung sollte uns von nun an eine Weile begleiten. Wir quasselten fröhlich drauf los und so verging die Zeit wie im Fluge. Das Wetter wurde zunehmend schlechter und als wir ein klitze kleines Dörfchen in einer einsamen Bucht erreichten machten wir eine Pause. Philipp und ich bestellten uns einen Hamburger und der war der absolute Hammer. Genau das was wir als Stärkung brauchten. Wir blieben an diesem verregneten Fleck eine ganze Weile. Santo genoss sein Mittagsschläfchen und irgendwann brachen wir trotz Regen auf.

Wir tigerten weiter und gegen 15Uhr erreichten wir unser eigentliches Ziel Castro Urdiales. Damit haben wir das Baskenland verlassen und sind in Kantabrien angekommen.

Die Herberge hier war überfüllt und so versuchten wir es beim 1km entfernten Campingplatz. Hier begrüßte uns ein äußerst unfreundliches Wesen und wollte uns erzählen Hunde seien auf diesem Platz nicht erlaubt. Wir hörten jedoch jede Menge bellen und sprachen das auch an. Darauf hin meinte er nur, sie wären voll und er will keinen weiteren Hund hier haben. Gut dachte ich, steck dir deinen ollen Campingplatz in den Allerwertesten ( schön war der nämlich nicht) , wir gehen weiter. Der nächste Ort mit Herberge war laut Reiseführer 7,3km entfernt und so machten wir uns auf den Weg. Wir überlegten kurz irgendwo zu selten, aber wir brauchten alle eine Dusche.
Und dann das!!!! Nach circa 2km stolperte ich so ungünstig und schlug mir dabei ordentlich das Gesicht auf. Multitasking werde ich ab heute sein lassen und mich immer schön auf eine Sache konzentrieren. Laufen, Reiseführer lesen und Hund halten ist keine gute Idee wenn man über einer unwegsamen Schotterweg läuft. Philipp und Miri verarzteten mich und auch die nachfolgenden Pilger bewunderten meinen neuen Gesichtsschmuck und philosophierten darüber ob ich zu einem Arzt müsste oder nicht. Ich entschied mich dagegen und wollte erstmal abwarten. Es brannte wie Sau aber es hatte aufgehört zu bluten.

Nachdem alles gesäubert und verbunden war latschten wir weiter und lachten über mein neues Rocky Gesicht. Wir durchstreiften einen Wald der ganz anders war als die bisherigen.

Es wirkte als würde hinter jedem Stein ein Kobold wohnen. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus.

Irgendwann erreichten wir dann auch das kleine Örtchen Isleares. Angekommen an der Herberge sagten uns die Pilger es sei voll. Da der Hospitaljero nicht auffindbar war, und der nächste Campingplatz auch wieder keine Hunde akzeptierte entschieden wir eigenmächtig unser Zelt am Rand der Herberge aufzustellen. 

Stunden später kam dann der Hospi, knöpfte jedem von uns 5Euro ab und verschwand wieder. Irgendwann auf dem Weg hatten wir auch Vito, einen Tschechen kennengelernt. Zusammen mit ihm und Miriam gönnten wir uns zum Abschluss des Abend noch ein Bierchen in einer kleinen Bar und legten uns wieder einmal viel zu spät ins Bett.
Im Bettchen lachten wir nochmal über meinen Sturz und hofften das morgen schon wieder alles besser aussieht.

BUEN CAMINO💖🐾💖👣💖👫🐕💖

 

Kategorien:Jakobsweg, Küstenweg, Wandern mit HundSchlagwörter:, , , ,

2 Kommentare

  1. Oh je, wünsche dir gute Besserung bzw. rasches Verweilen der Wunden… LG Steffy

    Gefällt 1 Person

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