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Etappe 12 von Isleares nach Laredo (km 224,5)


 

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Dank der feiernden Dorfjugend war das unsere kürzeste und mieseste Nacht. Bis 3Uhr nachts ballerte der Ghettoblaster die schlechteste Musik des letzten Jahrzehnts in voller Lautstärke aus fünf Meter Entfernung gegen unsere Zeltwand. Völlig gerädert krabbelten wir gegen 7Uhr aus unserem Zelt.

Wir entschieden uns spontan doch noch das angebotene Frühstück zu nehmen und freuten uns über Tomaten, Marmelade und Nutella. Ich kann euch sagen, das ist ein eher seltenes Angebot und wir freuten uns wie kleine Kinder. Da das Frühstück nur bis 8Uhr war, schlemmten wir in Akkordzeit und machten uns anschließend daran unsere Zelte abzubauen. Gegen 9Uhr liefen wir zusammen mit Miri und Vito unsere ersten Meter des Tages. Die Sonne blinzelte ab und zu durch die Wolken und es war wieder wärmer als die vergangenen Tage. Wir entschlossen uns eine Abkürzung zu nehmen. Die führte fast 7km an der Landstraße lang aber immer mit dem Blick zur Küste. Gegen 12 Uhr hatten wir 10km geschafft und erreichten Liendo. Hier machten wir eine kleine Pause. Die Sonne ballerte währenddessen gnadenlos vom Himmel und wir suchten vergeblich nach einer schattigen Alternative und liefen weiter. Nachdem wir heute die meiste Zeit auf gerade Strecke gelaufen sind, wurde es jetzt nochmal anstrengend. Es ging einige Kilometer stetig bergauf bis wir oben angekommen einen gigantischen Blick auf unser Tagesziel hatten.

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Die Steilküste sah tatsächlich ganz anders aus als im Baskenland. Teilweise liefen wir durch eine grüne Mondlandschaft. Es war heiß wie in der Wüste. Man konnte kaum atmen und die letzten Kilometer ließen uns nochmal richtig schwitzen. Auf dem Weg hinunter in die Stadt, fantasierten wir, wie es wohl wäre, wenn wir hier eine Pilgerherberge eröffnen würden. Wir träumten von Hängematten und einem eigenem Gemüsegarten. Ich bin mir sicher wir wären tolle Herbergsväter und Mütter.

Gegen 16Uhr erreichten wir die Altstadt von Laredo und unsere Bleibe die Herberge Casa de la Trinidad. Eine alte Kirche mit Kloster geführt von äußerst sympathischen Nonnen.

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Zusammen mit Miriam bekamen wir eine umgebaute Abstellkammer ohne Fenster. Es dauerte nicht lange und die 8qm füllten sich mit dem Duft der Anstrengungen dieses Tages. Also hopsten wir schnell unter die Dusche und machten es uns gemütlich. Um 19Uhr nahmen wir an einer Messe in der Kirche teil. Auch Santo nahmen wir mit und er machte es sich auf dem Kirchenboden gemütlich.

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Anschließend nutzten wir die Klosterküche und kochten uns einen riesen Topf Nudeln mit Tomatensauce.

Nun liegen wir vollgefuttert in unserem Kabuff und quatschen über Gott und die Welt. Santo schläft und pupst die Bude voll und auch wir werden gleich ins Land der Träume wandern. Morgen früh geht’s ne Runde an den Strand und dann schauen wir mal wohin es morgen geht. Ein Ziel haben wir ausnahmsweise mal nicht.

 

BUEN CAMINO🐾💖👣🐾

 

Kategorien:Allgemein, Jakobsweg, Küstenweg, Wandern mit HundSchlagwörter:, , , , , , , , , , , , ,

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