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Etappe 14+15 von Noja nach Bezana (km 279)


Von dem Geräusch des Meeres geweckt zu werden ist alle male besser als ein dröhnender Wecker. Wir haben super gut geschlafen unter dem Sternenhimmel von Noja. Gegen 10Uhr bauten wir unsere Zelte ab und machten uns im Dixiklo vom Strand frisch. Der feine Sand klebte natürlich in jeder Ritze und so richtig wurden wir ihn auch nicht los. 

Nach einem Frühstück vor dem örtlichen Supermarkt machten wir uns gegen 12Uhr auf den Weg. Die dicken Wolken waren verschwunden und die Sonne knallte vom Himmel. Hitze=Hilfe. Aber wir waren guter Dinge und marschierten eisern weiter. Unser Ziel an diesem Tage hieß Gümes und lag circa 19km entfernt. Das war die kurze Variante! Die offizielle lag bei knapp 30. Ohne uns. Wir liefen durch etliche kleine süße Dörfer die schön anzusehen waren. Blöd und nervig sind nur die kleffenden Hunde. Echt jeder, und ich meine wirklich JEDER Hund bellt äußerst aggressiv und jagt mir jedes Mal ein üblen Schreck ein. Bis auf zwei gefährliche Situationen blieb es immer bei der Klefferei. Santo interessierte es anfangs gar nicht, doch mittlerweile bellt er kräftig und lautstark zurück. Ich rate also jedem der sich auf dem Camino mit Hund bewegt, seinen Hund unbedingt an der Leine zu halten während man durch die Dörfer läuft oder auf einen Hof zuläuft. Ebenso sollte man immer einen Stock in der anderen Hand bereit halten. Wanderstöcke tuns natürlich auch.
Irgendwann führte uns der Weg durch die Maisfelder. Dort naschten wir den jungen Mais.Endlich mal etwas, was man schon naschen konnte. Wir laufen an so vielen Fruchtbäumen vorbei, aber alles noch nicht reif. Die Pilger in 4 Wochen circa werden mehr Glück haben.

Gegen 18Uhr erreichten wir einer der bekanntesten Herbergen des Nordweges. Albergue del Abuelo Peuto. Es war ein wunderschönes Anwesen.

Mit viel Liebe hergerichtet und super freundliche Hospitaljeros. Hinter dieser Albergue steht ein wirklich ehrenwerter Mann. Ernesto der selbst auch Pilger war bereiste mit seinem Landrover die halbe Welt. Er ist Pfarrer und unterstützt unzählige Hilfsprojekte. Auch für uns Pilger wird die Unterkunft auf Spendenbasis gestellt. Es gab ein tolles gemeinsames Abendessen und viele wertvolle Tipps über unseren weiteren Weg.
Total satt gefuttert vielen wir in unsere Betten und schliefen tief und fest.

Den Morgen begannen wir wieder als Schlusslicht der Pilgergemeinschaft. Während die ersten wahrscheinlich schon die ersten 10km hinter sich hatten, packten wir zusammen und verließen die Herberge gegen 10Uhr. Unsere heutige Etappe führte uns über die Großstadt Santander nach Benzana.

Wir nahmen wie Abkürzung über die Landstraße und erreichten nach 10km den kleinen Ort Somo. Von hier fuhr uns eine Fähre vorbei am Königspalast nach Santander.

Wie es sich für eine Großstadt gehört, war es hier natürlich mega voll und stressig. Wenn man eine Weile non stop in der Natur ist, geht einem das ganz schön auf die Nerven. Wir legten einen Schritt zu und verließen so schnell wie möglich die Stadt. Bergauf ging es hinaus aus der Stadt, jedoch immer an der Straße lang. Nur auf dem Asphalt zu laufen kann anstrengender sein als man denkt. Santo verlies auch so langsam die Lust und so machten wir nochmal eine Pause. Und dann fing es an zu regnen. Es regnete wie aus Kübeln, doch wir liefen eisern weiter.Die Herberge für heute stand fest. Schon am morgern vergewisserte ich mich, das unser Santo dort willkommen ist. Gegen 16:30 erreichten wir den kleinen Ort Bezana. In einem wunderschönen altem Natursteinhaus begrüßte uns ein Pärchen das mit viel Liebe eine, wenn nicht sogar die schönste Herberge des Weges, Pilgerunterkunft gezaubert hat. Ursprünglich war geplant das Zelt im Garten aufzustellen. Aber es regnete nach wie vor ununterbrochen. Und so erlaubte sie uns drinnen zu nächtigen. Ich gönnte mir wegen meiner üblen Rückenschmerzen ein Bett und Philipp machte es sich mit Santo im Vorraum bequem.

Es gab ein unglaublich gutes Abendessen mit Wein und das alles auf Spendenbasis. Unglaublich was die Beiden hier auf die Beine stellen.

Wie immer viel zu spät fielen wir ins Land der Träume.
BUEN CAMINO💖🐾👣💖

 

 

 

Kategorien:Allgemein, Jakobsweg, Küstenweg, Wandern mit HundSchlagwörter:, , , , , , , , , , , , , ,

5 Kommentare

  1. Ich bin von euch sehr beeindruckt und hätte nie gedacht, das die Berichte Lust machen das gleiche zu wagen bzw. gleich hinzudüsen, um mitzumachen.
    Seid herzlich gegrüsst!!!
    Ina 😄

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo ihr Süßen, die Berichte sind ein Traum. Wenn ich diese lese habe ich das Gefühl dabei zu sein. Lieb dich mein Nichten. Knutscha für dein Herzilein und einmal fest knuddeln für Santo.
    Ganz liebe grüße dein Tantchen Gabi

    Gefällt 1 Person

  3. When you think about it, that’s got to be the right ansrew.

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