Etappe 19 von Pria nach Las Tejas (km430)


Ich hatte ausnahmsweise mal richtig gut geschlafen und schlug meine Äugelein gegen 8:30Uhr auf. Ich wackelte rüber zur Herberge, wo der Herbergsvater schon sichtlich genervt war über die Rumtrödelei der letzten Pilger. Wie in allen Herbergen sollte man bis 8Uhr verschwunden sein. Andi, Kelly und die Jungs aus England (deren Namen ich immer noch nicht weis) schlürften noch gemütlich ihren Kaffee. Ich gesellte mich dazu und zusammen studierten wir die kommende Etappe. Im Laufe des Tage soll es wohl heftig regnen, also machte ich mich auf um Philipp zu wecken. Santo bekam sein stärkendes Frühstück und wir überredeten den Herbergsvater noch einen letzten Cafe con leche aus dem Automaten zu ziehen. Gegen 10:30 waren wir dann startklar und zogen von dannen.

Es ging die meiste Zeit bergab und so kamen wir gut in Fahrt. Irgendwann hörte ich unsere Namen rufen. Ich drehte mich um und sah zwei Pilger im Eiltempo auf uns zustürmen. Sie riefen uns zu: Seit ihr Sandra und Philipp? Ich dachte HÄ? was ist nun los? Als sie näher kamen, sah ich meinen türkisblauen kleinen Geldbeutel in ihrer Hand tanzen und begriff erst jetzt was los war. Irgendwo auf dem Weg hatte ich ihn verloren und die beiden fanden ihn und flitzten los um uns einzuholen. Halleluja sage ich nur. Natürlich waren dort auch die Kreditkarten drin. Das wäre ganz schlecht für uns ausgegangen wäre der weg gewesen. Ja und so lernten wir Björn und Sarah aus Hamburg kennen. Zusammen liefen wir anschließend nach Ribadesella. Ich wollte die beiden unbedingt auf einen Drink einladen und so machten wir es uns in einem Restaurant gemütlich. Pünktlich mit dem Servieren des Kaffes begann es wie aus Eimern zu schütten. Innerhalb kürzester Zeit stand die Stadt unter Wasser. Fast eine Stunde verharrten wir dort, bis wir dann doch alle in unsere Regenponchos schlüpften und loszogen.

Der Regen kannte kein Erbarmen und es regnete ununterbrochen gnadenlos weiter. Wir hatten noch 17km vor uns und waren nach 3km bereits komplett durch. Die Schuhe waren pitsche patsche nass. Selbst meine Meindlschuhe die wasserdicht sind, hielten dem durch den offenen Schuh oben nicht stand. Immer wieder stellten wir uns irgendwo unter. Aber dort wurde uns eher kalt also ließen wir es und zogen weiter. Nach 8km erreichten wir La Vega. Wir waren am Strand angekommen. Der Wind sauste uns um die Ohren und es regnete und regnete. Es nahm einfach kein Ende. Wir entschieden uns in einer Bar Pause zu machen. Dort trafen wir auch Björn und Sarah wieder. Wir wärmten uns mit heißer Schokolade und hofften das sich der Regen endlich verpieselt. Gegen 18Uhr hörte es endlich auf und wir nutzten die Gelegenheit und zogen weiter. Immerhin brauchten wir noch eine Unterkunft, vor allem aber eine heiße Dusche. Ursprünglich wollten wir nach La Isla, aber das wären noch 10km gewesen. Also nahmen wir einen Zeltplatz in Las Ejas ins Visier. Der befand sich auf halber Strecke. Gegen 20:30 erreichten wir ihn nach einem ordentlichen Anstieg. Uns blieb natürlich nichts erspart. Wir hatten Glück und bekamen ein Plätzchen. Der Himmel sah auch nicht mehr nach Regen aus und so war es uns auch egal das kein Baum zum Schutze zur Verfügung stand. Ratz fatz war das Zelt aufgebaut und es ging ab unter die heiße Dusche.

Nach einem gemeinsamen letzten Bier verabschiedeten wir uns ins Bettchen indem Santo schon seit mehr als einer Stunde schlief. Ohne den Wecker zu stellen schliefen wir in sekundenschnelle ein.

BUEN CAMINO 💖👣💖🐾

 

Kategorien:Allgemein, Camino del Norte, Jakobsweg, Küstenweg, Wandern mit HundSchlagwörter:, , , , , , , , , , , , , , , , ,

1 Kommentar

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