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Etappe 2 -von Irgendwo nach Igeldo


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Nach einer kühlen und geräuschvollen Nacht in freier Natur (ein Fuchs versuchte sich ein Schaf zu reißen mit lautem Gejaule/ Gezische/Gefauche)  erwachten wir gegen 9:30 wieder zum Leben. Meine Waden brannten ein Glück weniger als vermutet und so kroch ich aus unseren provisorischen 4 Wänden. Der Himmel war strahlend blau und gegenüber begrüßten mich Kühe und die hoffentlich noch komplette Schafherde. Während ich Philipp noch schnarchen ließ, machte ich mir einen Ingwer Tee und kochte mir eine Portion Porridge. Santo machte es sich derweil in der Sonne bequem und beobachtete  hechelnd die Schafe.

Erst gegen 12 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück auf den Camino. Der ja nun ein Glück einen Katzensprung hinter unserem Zelt lag. Nach circa 1.5km erreichten wir das kleinen Örtchen Pasaia-Donibane. An einem kleinen Pier machten wir es uns gemütlich und stärkten uns erstmal mit Cola (pfui) für Philipp und einem zarten Cafe con leche für mich. Anschließend ging es mit einem kleinen Böötchen auf die andere Seite nach Pasaia-San Pedro.

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Von hier  aus ging es direkt über gefühlte 1000 Stufen hinauf auf den Berg Ulia. Hier erlebten wir die ersten „Wow“ Momente was die Aussicht anging. Es sollte aber noch viel atemberaubender werden.

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Über Serpentinen ging es weiter auf schmalen Wegen und Pfaden entlang an einem einsamen Küstenabschnitt. Es ging stetig bergauf und bergab über steinige Pfade die zum entspannten Laufen alles andere als optimal waren. So kamen wir schnell ins Schwitzen. Die fantastische Aussicht jedoch waren all die Mühen wert. Wir blieben ständig stehen und konnten es kaum fassen was die Natur hier gezaubert hat. Das satte grün der Berge, wild wachsende Hortensien in sämtlichen Farben, das Meer….einfach alles spiegelte die unglaubliche Schönheit unser Mutter Erde wieder. Es war berührend, ergreifend, atemberaubend, einfach unbeschreiblich schön.

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Am liebsten hätten wir unser Zelt hier aufgebaut. Aber wir mussten weiter. Nach circa 11km erreichten wir San Sebastian. Durch unsere Trödelei war es mittlerweile 19:30. Wir waren also in dieser großen Stadt und uns wurde klar: Zelten??? Keine Chance!!! Da wir mega hungrig waren und einfach nur unsere Rucksäcke vom Rücken haben wollten, beschlossen wir unser Glück in einer Herberge. Aber wie vermutet hieß es : NEIN-KEIN HUND!!! Mist! Ich sah uns schon irgendwo unter einer Brücke nächtigen. Denn zum weiterlaufen waren wir drei nicht mehr in der Lage. Ich versuchte ein Hotelzimmer zu bekommen, aber unter 150€ die Nacht NIX zu finden. Der nette Mann aus der Herberge empfahl uns einen Zeltplatz. Er rief dort an um sicher zu gehen das Hunde dort erlaubt waren. Und OLÈ, sie waren es. Einziger Wehrmutstropfen, der Zeltplatz war circa 6km entfernt. BERGAUF!!! Zwei nette junge Spanier brachten uns quer durch das völlig überfüllte San Sebastian zur Bushaltestelle von der ein Bus direkt dorthin fuhr. Problem war: ich wusste das Hunde von Santos Größe in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erlaubt waren. Und so hofften wir auf eine gute Seele die diesen Bus fuhr. Und wir hatten Glück. Mit erschöpften Gesichtern bettelten wir mitfahren zu dürfen und die Frau am Steuer hatte Erbarmen. Gegen 20.45 erreichten wir den Campingplatz Igueldo.

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Für 18.30€ am Tag konnten wir hier unser Zelt aufschlagen und entschieden einen weiteren Tag hier zu bleiben. Wir Zwei und besonders Santo konnten eine Pause vertragen. Auch wenn erst 2 Etappen gelaufen sind, hat es uns teils an unsere Grenzen gebracht. Dieser Küstenweg ist wunderschön. Aber körperlich tatsächlich eine Herausforderung. Besonders für zwei untrainierte Stadtkinder wie uns.😂

Gerade genießen wir frisch geduscht unsere lauffreie Zeit und starten  morgen früh ausgeruht in Richtung Zarautz.

BUEN CAMINO 🐾💖👣💖

 

Kategorien:Jakobsweg, Küstenweg, Wandern mit HundSchlagwörter:, , , , , , , , , , , , ,

1 Kommentar

  1. Hallo ihr Drei, Sandra Du solltest echt ein Buch über eure Erlebnisse schreiben. Man ist direkt vor Ort wenn Du schreibst.
    Einfach Klasse.
    Lieb DIch.
    Liebe Grüße an Deine Jungs.
    Dein Tantchen Gabi

    Liken

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