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Etappe 24+25 von Deba nach La Magdalena (km543)


In der Nacht wurde ich von den aufs Zelt prasselnden Regentropfen wach. Nicht schon wieder Regen dachte ich still bei mir und schlief mit der leisen Hoffnung ein dass er bis zum Morgen wieder verschwunden ist. Dem war leider nicht so und so lagen wir bis weit nach 10Uhr im Zelt weil keiner von uns hinauswollte. Aber es half nichts . Ich stand auf und stolperte durch den Regen zum Waschhaus. Anschließend lockte ich Santo heraus, der auch keinen Bock hatte, zu seiner Pipirunde. Danach hüpfte er sofort wieder ins Zelt und murmelte ich in meinen Schlafsack.

Es regnete und regnete den ganzen Tag so vor sich hin. Wir blieben mit ein paar Leckereien aus dem Supermarkt einfach liegen. Wir schliefen den ganzen Tag und auch Santo bewegte sich keiner Meter. Außer Pippi-Kacka und Fressi ging bei ihm heute gar nichts. Erst am Abend verschwand der Regen, aber da waren wir vom vielen Nichts tun schon wieder müde.

Am nächsten Morgen begrüßte und die Sonne wieder. Ein paar Wolken begleiteten sie am Himmel und so packten wir zusammen um auszubrechen. Gegen 9Uhr verließen wir den Campingplatz und machten uns auf nach Gijon. Unterwegs trafen wir auf einen Rastplatz mit gegenüber liegendem Supermarkt. Dort deckten wir uns mit Wraps, Avocado, Tomaten,Obst und anderen Leckereien ein und holten unser Frühstück nach. Hervorragend gestärkt ging es weiter und nach 7km erreichten Gijon.

Eine Großstadt mit dem wohl schönsten Stadtstrand Spaniens aber leider völlig überfüllt. Wir verkrümelten uns in ein kleines Cafe und checkten den weiteren Weg. Die nächste Stadt hieß Avilés. Diesbezüglich hatte uns ein anderer Pilger vorgewarnt das die Strecke dorthin und auch die Stadt selbst äußerst hässlich wäre. Avilés ist durch seine Industrie geprägt und so geht es auch meistens mitten durch. Wir entschieden uns dieses Stück mit der Chuchu bis nach Soto del Barco überfahren. Da der Zug parallel zum Camino fuhr, sah ich aus dem Fenster was uns erspart blieb. Es ging vorbei an riesigen Kraftwerken und der Ruß regnete förmlich vom Himmel. Ich sah andere Pilger wie sie mit Tüchern vor dem Mund sich durch diese Etappe quälten. Ein Glück saßen wir im Zug.
In Soto del Barco entschieden wir uns für die Wegalternative entlang der Küste. Dies bedeutet zwar einen Umweg von knapp 7km , aber so hatten wir den Blick auf die Küste sicher. Unser Weg führte uns durch das schöne Küstenstädtchen San Esteban de Pravia. Am Ende der Küste ging es fast 300meter über Stufen hinauf zur kleinen Kapelle Espiritu Santo. Kurz dahinter gab es kleinen Rastplatz mit einer gigantischen Sicht auf die Steilküste. Wir überlegten nicht lange und entschieden uns hier zu bleiben. Unter drei schützenden Eukalyptusbäumen schlugen wir unser Zelt auf.

An nächsten Morgen bummelten wir wie gewohnt und brachen gegen zehn Uhr auf. Die Sonne schien aber der starke Wind der hier wehte machte sie erträglich.Über wunderschöne Wege ging es immer an der Küste entlang.

Wir entschieden uns auch heute für einen kleinen Umweg. Dieser führte uns nach Cudillero. Eines der schönsten Hafenstädte Asturiens. Und das war sie wirklich. Ein so schönen Ort habe ich selten gesehen.

Hier gönnten wir uns eine Auszeit bis es fast 2km über steile Serpentinen bergauf ging. Wir kamen wieder einmal ordentlich ins Schwitzen. Wenig spektakulär ging es weiter entlang der Nationalstraße. Das heißt für Santo immer ganz weit links laufen und macht ihm, und mir, keinen Spaß. Irgendwann erreichten wir den kleinen an einer Bucht liegenden Ort La Magdalena. Es gab kurz vor dem Strand einen großen Parkplatz mit einer von Bäumen bedeckten Wiese und so machten wir für heute Stopp. Die Wiese war voll mit wild wachsender Minze und so gab es zum Abendessen einen leckeren heißen Minztee. Santo freundete sich mit zwei schönen Collies an und wir beide lachten über bereits Erlebtes.
Gegen 23 Uhr hieß es : Ab ins Bett.

BUEN CAMINO🐾💖👣💖

 

Kategorien:Allgemein, Camino del Norte, Jakobsweg, Küstenweg, Wandern mit HundSchlagwörter:, , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

1 Kommentar

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