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Etappe 30+31 von Ribadeo nach Maariz (km681)


Tatsächlich haben wir es geschafft im Morgengrauen aufzubrechen.🎊 An diesem Morgen begrüßte uns ein starker Nebel, der die halbe Brücke bereits verschlungen hatte. 

Um 7:30 waren wir bereits unterwegs und hatten einiges vor. 20km sollten es mindestens werden. 😀 Raus aus Ribadeo führte der Weg ununterbrochen durch den Wald. Santo konnte nur wenig frei laufen da es eine Straße war der wir folgen mussten. 

Irgendwann erreichten wir ein kleines Dorf mit einem kleinen Bach. Hier machten wir Pause und Santo konnte sich im kühlen Nass erfrischen. Denn mittlerweile ballerte die Sonne wieder von Himmel. Nach unserer Pause ging es zur Abwechslung mal wieder einige Höhenmeter nach oben. Galicien will uns nocheinmal so richtig quälen. Und so krochen wir dem Horror entgegen.Lange nicht so schlimm wie im Baskenland, aber dennoch anstrengend. Wir haben jetzt 5Wochen hinter uns und merken es in jedem Muskel was wir hier so jeden Tag durch die Gegend schleppen. 

Wir haben angefangen Lieder zu dichten und so sangen wir dem Schmerz entgegen und schafften auch diesen Berg.

Nach 21km erreichten wir den kleinen Ort Gontan. Hier gab es eine kleine Herberge. Nur ausser ein paar Pilgern war keiner mehr da.Die Frau die diese Herberge betreute war gerade weg. Ich fragte die anderen Pilger bezüglich Santo, was kein Problem war und so hatten wir heute mal ein weiches Bett.😊

Das nutzten wir natürlich aus und schliefen viel zu lang. Erst gegen 10Uhr brachen wir auf, wie immer Bummelletzter.☺ Heute ging es weiter durch die Berge. Ich sah ein wundervolles Pferd was mich mit seiner Schönheit tief berührte.

Heute war wieder einer dieser Tage an denen mich die Natur immer wieder überraschte. Oft blieb ich stehen um einfach nur zu schauen. Wie jeden Tag naschten wir Brombeeren und lachten über Santo der irgendwie genervt aussah weil wir ständig stehen blieben. 

Irgendwann fing es an zu regnen und so schmissen wir unsere Ponchos über und liefen weiter.

Das einzige blöde an diesem Tag war, das wir vergessen hatten Lebensmittel zu kaufen und nun nicht ein Dorf mehr kam in dem man etwas kaufen konnte. Es wurde immer später und uns knurrte mächtig der Magen. Der einzige der satt war, war unser Santo. 😊 Schon vor Wochen hatten wir uns angewöhnt für genau so einen Fall immer Trockenfutter dabei zu haben. 

Mit leerem Magen machten wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz und trafen auf die kleine Albuerge von Carmen. Carmen ist eine Künstlerin und lebt autark in ihrem wundervoll her gerichtetem Bauernhaus.

Hier bietet sie 8Pilgern eine Übernachtungsmöglichkeit. Natürlich waren alle Plätze belegt aber sie ließ uns unser Zelt im Garten aufschlagen. Zu unserer großen Überraschung und Freude gab es ein gemeinsames Abendessen. Ich bot ihr meine Hilfe an und so schnippelte ich das Gemüse aus ihrem Garten in kleine Stücke für einen leckeren Gemüsenudelauflauf. Gemeinsam aßen wir zu Abend und tranken im Abendlicht noch ein Glas Wein. Das alles im übrigen auf Spendenbasis. Wirklich toll was diese Frau hier leistet. Irgenwann verabschiedeten wir uns von der netten Truppe und verschwanden satt und glücklich ins Zelt. 
Und wieder einmal, ließ der Camino uns nicht im Stich. Mit Carmen schenkte er uns einen weiteren Caminoengel zur richtigen Zeit. 

Danke💖 

BUEN CAMINO 💖👣💖🐾

Kategorien:Camino del Norte, Jakobsweg, Küstenweg, Wandern mit HundSchlagwörter:, , , , ,

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