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Etappe 4 von Zarautz nach Elorriaga


Aufgrund der Hitzewelle blieben wir noch einen Tag länger auf dem Campingplatz von Zarautz und lümmelten fast den ganzen Tag im Schatten.Santo hatte auch den ganzen Tag keinen Ton von sich gegeben und gepennt. Am Abend spazierten wir an der Küste entlang und genossen einen gigantischen Sonnenuntergang.

Ausgeschlafen machten wir uns gegen 7Uhr morgens weiter auf den Weg. Es war super windig, jedoch stand das Thermometer um 07.45 bereits auf 30grad.

Es dauerte nicht lange und die Schwitzerei begann von vorne. Schon auf den ersten Kilometern war die Hitze unerträglich und wir wussten, weit werden wir auch heute nicht kommen. Die meiste Zeit verlief der Weg in der prallen Sonne und meistens bergauf und das teilweise sehr sehr steil. Ein Hoch auf meine Wanderstöcke. Ohne diese hätte ich das nicht überlebt. Die Landschaft war toll. Wir liefen mit dem Blick zur linken in die Berge und zur rechten zum Meer. Das Baskenland ist wirklich unglaublich schön. Unser Weg führten uns vorbei an riesigen Weinbergen und einem Eukalyptuswald. Die Weintrauben waren noch am wachsen und so lutschten wir an den Blättern des Eukalyptusbaumes. Interessant 🙂

Trotz der Schönheit der Landschaft die mich immer wieder dazu brachte mich selbst zu motivieren, kam ich nach fast 10km an meine Grenzen. Auf einem steilen Anstieg schrie ich meine Wut über die Hitze, den schweren Rucksack und meine eintretende Erschöpfung einfach heraus. Ich brüllte so laut in die Walachei und es war erstaunlicher Weise sehr befreiend. Santo guckte mich total erschrocken an. Ich musste anschließend total lachen. Aber irgendwie ging danach alles einfacher. Für eine kleine Weile zumindest. Irgendwann erreichten wir Zumaia. Auch hier nahmen wir uns eine Auszeit und genossen ein kühles Getränk im Schatten. Wir beobachteten eine Gruppe einheimischer Kinder wie sie sich vor die Wohnhäuser stellten und nach Wasser riefen. Die Bewohner schütteten die Abkühlung aus Eimern hinunter. Gabs kein Wasser, wurde kräftig gebuht. 

Nach einer langen Futterpause brachen wir auf. Gleich beim Verlassen dieses Städtchens begrüßte uns ein Haufen Treppen. Philipp und ich guckten uns, mittlerweile leicht verzweifelt, an und sagten uns SCHEISS DRAUF. Hoch da…und so schleppten wir uns die Stufen nach oben und machten gleich noch ein Päuschen. Wir entschieden trotzdem weiter zu gehen. Im Reiseführer stand, in circa 2,3 km kommt ein großer Rastplatz. So liefen wir hoffnungsvoll weiter um dort hoffentlich einen Platz für unser Zelt zu finden. Mittlerweile schleppten wir uns regelrecht Meter für Meter. Auch Santo hatte offensichtlich kein Bock mehr. Hinter jeder Kurve wartete ein verdammter Berg. Aber wir hatten Glück. Kurz vor dem Ortseingang von Elorriaga kam der ersehnte Rastplatz. Ein passender Fleck Wiese war schnell gefunden und so ließen wir unsere Rucksäcke ins grüne Gras plumsen und uns gleich mit.

Die Aussicht von hier oben belohnte uns für die Strapazen. Wir befanden uns zwischen den Bergen und dem Meer. Der Wind wedelte uns um die Ohren und schon waren die Anstrengungen dieses Tages vergessen. Gegen 20 Uhr lagen wir im Zelt und schlossen für diesen Tag unsere müden Augen.
BUEN CAMINO💖👣💖🐾

Kategorien:Jakobsweg, Küstenweg, Wandern mit HundSchlagwörter:, , , , , , , , , , , , ,

2 Kommentare

  1. Das hab ich mich heute, als ich mit meinem Hund unterwegs war und über eure Tour nachdachte, gefragt: Wie hält das Santo aus? Den ganzen Tag unterwegs, in der Wärme, mit all den neuen Eindrücken… der muss doch schon nach einem Tag so fertig sein, dass er zwei ausruhen würde! Mein Iason hechelt schon nach 1,5 Stunde, legt sich einfach in den Schatten und streikt.

    alles Gute euch
    Marco

    Liken

    • Hallo Marco….unser Santo macht das wirklich toll. Ich achte natürlich darauf das wir genug Pausen machen und er Ruhe bekommt. Während des Laufens halten wir ihn oft auch kurz, sodass er nicht zuviel rennt. Wenn’s nach ihm ginge würde er nämlich nur rennen😀 Pausen sind das a und o… 👍

      Gefällt 1 Person

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