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Etappe 5 von Elorriaga nach Arnope


Trotz einer äußerst schrägen Nacht (unser Zelt stand leicht bergab) drückten wir den Wecker um 5Uhr weg und schliefen noch ein wenig weiter. Durch unser Zelt konnte ich sehen, dass der Himmel bewölkt war. Und als ich herraus kam, wehte mir ein frischer Wind um die Nase. Super dachte ich, endlich mal ein angenehmes Wanderwetter. Leute, für mich bedeutete diese Wolkendecke in diesem Moment alles. Ich war so froh, nicht nach dem Aufstehen schon schwitzen zu müssen.

Wir machten uns gemütlich fertig und genossen erstmal ein ausgiebiges Frühstück. Vorbildlich vorausschauend haben wir uns in Zumaia mit reichlich Proviant eingedeckt. Gegen neun Uhr gings dann los in Richtung Deba. Natürlich ging es erstmal steil bergauf. Daran haben wir uns ja schon gewöhnt. Aber mit dem kühlen Wind im Nacken ging es flotter als gedacht. Ach ich war froh das die Sonne endlich Pause machte. Geschwitzt wie Sau haben wir trotzdem. Wir stiefelten über Wiesen, durch dichte Wälder, auf Betonpisten und irgendwann kamen wir in Deba an. Wir hatten Lust auf einen warmen Kakao und so steuerten wir ein gemütliches Cafe an und machten es uns bequem. Während wir unseren Kakao schlürften nutzte Santo die Zeit für ein Nickerchen. Das war super, denn wir wollten auf jeden Fall noch ein Stückchen weiter. Da wir davon ausgingen im Zelt zu übernachten, deckten wir uns im Supermarkt mit Proviant ein und weiter gings.

Es ging hinauf (was sonst) in den Wald. Es nieselte schon eine Weile angenehm und so roch der Wald so richtig schön feucht und waldig. Irgendwann wurde aus dem Niesel richtiger Regen. Ich hab ja meinen 1a Regenponcho von Tatonka dabei, aber Philipp hatte nichts.

Gerade noch rechtzeitig erreichten wir die Kapelle El Calvario und suchten Schutz unter ihren Dächern. Wir überlegten uns für die Nacht hier zu bleiben anstatt im Regen weiter zu laufen. Dann entdeckte ich eine Frau und einen kleinen Jungen am Fenster. Ich fragte sie, ob es ok sei und sie bejahte meine Frage. Anschließend erzählte sie uns von einer Herberge circa 10 Minuten entfernt. Sie rief für mich dort an um zu klären ob Hunde erlaubt seien. Wir hatten Glück und so machten wir uns auf den Weg zur Herberge Izarbide einer umgebauten Lagerhalle aber super gemütlich hergerichtet. Ich durfte mit Santo im Aufenthaltsraum schlafen und Philipp genoss endlich mal wieder ein Bett. Santo hatte sogar sein eigenes Bettchen bekommen.

Allerdings fand ich die Herberge mit einem Übernachtungspreis von 13Euro pro Person, schon fast unverschämt teuer. Egal, besser als im Regen schlafen. Während wir uns einrichteten waren wir umgeben von unzähligen „Ohhs“ und „UUiiis“. Santo war wieder die Nummer Eins im Stall. Alle Pilger, vor allem weiblich, scharrten sich um ihn. Jeder wollte ihn knuddeln und er genoss es natürlich sichtlich. Dieser Hund ist so streichelverwöhnt, das es ihm auch nicht zu doof ist, Fremde lautstark darum zu bitten nicht aufzuhören. Ich liebe ihn einfach…..
Da es doch schon ziemlich spät war, gönnten wir uns noch eine warme Dusche und verschwanden ziemlich zackig im Bett.🌛

Am nächsten Tag warteten 19,2km auf uns.

BUEN CAMINO💖👣💖🐾

 

Kategorien:Jakobsweg, Küstenweg, Wandern mit HundSchlagwörter:, , , , , ,

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