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Etappe 8+9 von Santo Tomas nach Larrabetzu


 

 
Gegen 12.30 verließen wir unseren heiligen Schlafplatz und stapften los. Unser Weg führte hinab in ein Waldstück. Begleitet von einem Bach der durch den vielen Regen der letzten Stunden zu einem reißenden Fluss geworden ist, liefen wir über den matschigen Boden. Als wir eine kleine Brücke überquerten verschwand Santo auf einmal. Er marschierte schnurstracks den Abhang runter Richtung Fluss. Wie ich ja bereits erwähnte ist er verrückt danach. Heute allerdings war es ein Problem. Santo marschierte einen circa 7Meter Abhang herunter und kam nicht mehr hoch. Durch den Fluss ging es nicht. Zu stark war die Strömung und zu gefährlich die großen Steine dort drinnen. Rechts und links war auch kein Hochkommen und so versuchte er jaulend den Weg zu uns zu finden. Keine Chance. Ein Glück haben wir eine 15m Schleppleine dabei. Und so banden wir sie an der Brücke fest und Philipp seilte sich ab um ihn daran zu befestigen damit ich ihn hoch ziehen konnte. Völlig vermatscht kam er oben an und saute mich mit einem Freudensprung gleich mit ein. Anschließend musste ich Philipp noch hochziehen und so war das erste Abenteuer für heute erlebt.

Nachdem der Schock verarbeitet war gingen wir weiter unseres Weges. Schön zu laufen war der heute nicht. Es ging wie immer steil bergauf und auf dem glitschigen Boden war das alles andere als einfach. Irgendwann gegen 16Uhr erreichten wir wieder mal fix und foxi die Stadt Gernika. Wir machten es uns auf dem Marktplatz bequem und gönnten uns erst Mal eine Futterpause. Während wir da so saßen mit unseren völlig verdreckten Klamotten verließ uns die Lust zum Weiterlaufen. Wir beschlossen hier zu bleiben und versuchten telefonisch unser Glück bei diversen Herbergen. Aber allesamt akzeptierten keine Hunde. Meine letzte Hoffnung lag bei meinem Kumpel Google. Ich fand eine kleine Pension 2minuten von uns entfernt in der uns ein Hundefreundlicher verrückter Spanier begrüßte. Wir bekamen ein Doppelzimmer und freuten uns das wir nicht mehr weiter mussten. Nachdem wir uns im Supermarkt mit diversem Naschkram eingedeckt hatten machten wir es uns in unseren Betten bequem und naschten was das Zeug hält. Santo schlief derweil schon tief und fest.

Gegen 11 Uhr am nächsten Tag machten wir uns frisch gestriegelt auf den Weg. Unser Ziel heute hieß Lezama und lag circa 22km entfernt. Der Himmel war leicht bewölkt und so lief es sich gut laufen. Pünktlich zur ersten Steigung ließ sich dann die Sonne in ihrer vollen Pracht blicken.  Die meiste Zeit liefen wir heute auf dem Asphalt und auf unglaublich steinigen Wegen. Ich will nicht schon wieder jammern -> ABER es war wieder mal mega anstrengend. Mit der Hitze im Nacken ist es echt jeden Tag eine neue Herausforderung. Nach circa 13km machten wir Pause in einer alten Scheune. Zwischen Strohballen machten wir es uns gemütlich und genossen Dosensardinen in Tomatensoße mit pappigem Brot. Ein wenig gestärkt machten wir uns wieder los und erreichten Lerrabetzu gegen 17.30. Das lag circa 3km vor unserem Tagesziel entfernt. In einem Cafe gönnten wir uns ein Bier mit Sprite zur Abkühlung. Als wir hier so saßen trafen wir Morton einen Wegbegleiter. Er erzählte uns das in Lezama alle Herbergen voll sind und er in einer geschlossenen Schule untergekommen ist. Wir entschieden uns hier zu bleiben und liefen mit ihm zusammen zur Schule und trafen auf zwei alte Spanier die dort im freiwilligen Dienst diese Schule als Pilgerherberge bewirtschafteten. Hunde waren innen nicht erlaubt und so boten sie uns an auf Sportmatten vor dem Eingang zu nächtigen. Das Angebot nahmen wir dankend an. Es gab Duschen und eine Toilette, also alles was wir brauchten.

Nach einem schmausigen Abendessen im Dorfkern machten wir es uns unter zwei dicken Mollidecken auf unseren Matten bequem und fielen in unseren wohlverdienten Schlaf.
BUEN CAMINO👣💖🐾💖

 

 

 

Kategorien:Allgemein, Jakobsweg, Küstenweg, Wandern mit HundSchlagwörter:, , , ,

2 Kommentare

  1. Hallo Sandra!

    Schöööön. Habe gestern schon sehnsüchtig auf Dein Post gewartet.
    Ich wünsche Euch weiterhin „Buen Camino“

    LG
    Steffy

    Gefällt 1 Person

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